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Buch-Tipps

„Der Marsianer“ von Andy Weir03.12.2025



Interview & Foto: Thea Drexhage


Durch seine technischen und botanischen Kenntnisse kann er sowohl körperlich überleben als auch die NASA kontaktieren. Also geht es auf einer Seite darum, wie er überlebt und auf der anderen Seite, wie man die Weltgemeinschaft hinter dieser einen Sache vereinen kann, um diesen einsamen Menschen vom Mars zu retten. Das ist natürlich eine riesige Sache. So eine Mission ist nicht günstig und diese Missionen sind selten. Seine Crew, die zur Erde zurückfliegt, wird schließlich auch informiert und es entwickelt sich die moralische Frage, ob man einen großen Teil seines Lebens und seiner Familienzeit opfert, um noch einmal zurückzufliegen oder nicht. Das ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Es ist ein Science-Fiction-Roman, der aber realistisch genug ist, dass man das Beschriebene glaubt. Vor allem geht es aber auch um die inhärente Menschlichkeit, was für mich der größte Sellingpoint von Science-Fiction als Genre ist. Man imaginiert, wie gut die Menschlichkeit sein kann, egal mit welchem Konflikt sie sich konfrontiert sieht.
MoX: Was hat Ihnen besonders gut gefallen?
Sophie Schenck: Das Buch ist sehr spannend. Man kann es sehr gut weglesen und es ist sehr zugänglich. Dadurch eignet es sich super zum nebenher lesen, wenn man auch viel andere schwere Kost liest. Ich studiere Anglistik und lese daher auch viele Sachen, die mal anstrengender sind. Außerdem mag ich den Faktor der Menschlichkeit. Am Ende des Buchs macht der Autor noch einmal den Vergleich zur echten Welt auf: Wenn ein Unglück passiert, dann ist das zwar eine große Tragödie, aber es gibt immer Leute die helfen. Es wird auch immer Menschen geben, denen das egal ist, aber es gibt immer mehr Leute, die dann zugewandt sind und bereit sind, etwas zu tun. Gerade im Moment mit den ungewissen politischen Zeiten und dem was sonst alles in der Welt passiert, sowie der Einsamkeit nach der Pandemie, ist der menschliche Faktor das Wichtigste für mich an diesem Buch.
MoX: Wem würden Sie das Buch empfehlen?
Sophie Schenck: Eigentlich kann man das fast jedem ab einem bestimmten Alter empfehlen, ab 12 vielleicht, weil es schön leicht zu lesen ist. Es hat wissenschaftliche Anteile, die aber sehr selbstironisch runtergebrochen werden. Es ist sehr spannend und zudem auch sehr lustig und eben hoffnungsvoll.
MoX: Wie haben Sie das Buch gelesen?
Sophie Schenck: Wenn ich kann, lese ich in Papierform und am liebsten gebunden. Dieses Buch habe ich in der Originalsprache gelesen.
MoX: Was wissen Sie über den Autor?
Sophie Schenck: Er ist Amerikaner. Ich glaube, das ist sein Debütroman und er hat danach noch zwei weitere Science-Fiction-Romane geschrieben: Artemis und Project Hail Mary.

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