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Jazz forever18.03.2026
Text: Horst E. Wegener Foto: Kerstin Rolfes
Der damalige jazzahead!- Veranstaltungsreigen sah gerademal sechs Konzerte vor, die im ortsansässigen Congress Centrum über die Bühne gingen und für den das Festival ergänzenden Messebetrieb belegte man zusätzlich das Foyer. „Von Messebau war wenig zu sehen, ich habe vor allem Tapeziertische im Kopf“, erinnert sich die damalige und heutige Leiterin der jazzahead!, Sybille Kornitschky, in aktuellen Interviews auf den damaligen Auftakt-Jahrgang eingehend. Mittlerweile, sprich zwanzig Jahre später, steht die Bremer Fachmesse unbestritten als die weltgrößte Branchenveranstaltung ihrer Art da. Um diesen Status zu untermauern, könnte darauf verwiesen werden, dass sich im Vorjahr 3000 Besucher vom Fach aus mehr als 60 Ländern in Bremen akkreditiert hatten, während fürs parallel stadtweit über die Bühne gehende Publikumsfestival überdies mehr als 20.000 Tickets verkauft wurden. Mit zum Erfolg der jazzahead! tragen vor allem die Konzertmodule mit ihren rund 30-minütigen Showcases bei – darunter die German Jazz Expo mit ihrem Fokus auf Deutschland, die European Showcases mit Schwerpunkt Europa, Overseas für Acts außerhalb Europas plus Konzerte mit Musikern vom jeweiligen Partnerland. Zum Zwanzigjährigen darf Schweden als Partnerland mit von der Partie sein – wobei Sybille Kornitschkys Co-Leiter der jazzahead!, Götz Bühler, überzeugt ist: „Schweden war überfällig als Partnerland“. Ergänzend schiebt er, seines Zeichens künstlerischer Leiter des Festivals, ein paar schwedische Highlights hinterher, die die nordische Szene international auf Erfolgskurs gebracht haben: „Angefangen mit Jan Johansson über e.s.t. bis zu Goran Kajfes und Mats Gustafsson und darüber hinaus hat sich eine vital-eigenständige Szene entwickelt. Es gibt ihn nicht, den Schwedischen Jazz – erst seine Vielfalt macht ihn so spannend“. Wie international der Schwedische Jazz sich längst präsentiert, kann man vom 22. bis 25. April 2026 für sich gleich mehrfach ausloten. Schon zum Grand Opening wird es ein Knaller-Konzert geben, wenn mit der Norrbotten Big Band Schwedens wohl innovativstes großes Jazz-Ensemble auf das kalifornische Duo Knower mit Sängerin Genevieve Artadi und Schlagzeuger Louis Cole trifft. Damit nicht genug, sind für diesen Abend auch der Ausnahme-Saxophonist Fredrik Ljungkvist und die Erfolgs-Sängerin Josefine Cronholm eingeplant. Und nach dem Grand Opening-Paukenschlag geht es unter anderem mit den 38 Showcase-Konzerten weiter, hat der Bremer Musik-Marathon neben Jazz auch Latin, Hip-Hop, Metal, Funk, Electronica, Singer- Songwriter-Mucke und Experimentelles im Angebot. Wer die jazzahead! besucht, egal ob als Musiker, Veranstalter, Produzent, Journalist oder Fan, kann im Verlauf einer knappen Woche beim Konzertbesuch neue musikalische Strömungen entdecken, aufregende Newcomer und legendäre Größen live erleben. Wenn wir uns verdeutlichen, dass es allein schon für die Showcase-Plätze anno 2026 satte 82 Prozent Bewerbungen mehr aus Deutschland und 35 Prozent mehr Bewerbungen insgesamt gab, lässt das auf einen bemerkenswerten Jubiläumsjahrgang hoffen. Der Countdown läuft – und die Vorfreude wächst.
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