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Neue Freunde und alte Bekannte17.02.2026
Text und Foto: Thea Drexhage
In den kommenden Monaten findet man ein paar besondere musikalische Häppchen in der Region – von alten Bekannten, die man vielleicht in den letzten Jahren aus den Augen verloren hat, bis zu frischen Newcomern ist einiges dabei!
Das Programm „Zu Gast im Park“, das in den Sommermonaten im Park der Gärten in Bad Zwischenahn geboten wird, hat neben bekannten Gästen wie Jürgen von der Lippe oder Tocotronic auch ein paar Besonderheiten dabei. Am 20. August feiern die britischen Indie-Legenden von Maximo Park 20-jähriges Bandbestehen im Park der Gärten. Songs wie „Books From Boxes“ sind aus den Studi-Diskotheken der 2000er Jahre kaum wegzudenken und sorgen bis heute für ein wohlig-nostalgisches Gefühl. Die Band lebt jedoch nicht nur von ihren alten Hits, sondern konnte sich neben stetig neuer Musik vor allem durch ihre hervorragenden Live-Konzerte im Gespräch halten. Und obwohl England und den Nordwesten nur ein kurzer Sprung über die Nordsee trennt, sind Konzerte der Band im Nordwesten, mal abgesehen von Hamburg, eher rar. Ihre letzte eigene Show spielten sie 2014 im Bremer Aladin. 2023 waren sie dafür überraschend die Headliner beim gemütlichen Watt En Schlick Festival, aber das ist ja auch schon wieder 3 Jahre her.
Ebenso kultigen Besuch aus England gibt’s am 9.6. in Bremen im Pier 2. Die Alternative-Rocker Skunk Anansie, die Band um die wahnsinnig energetische Frontfrau Deborah „Skin“ Dyer spielt das erste Mal seit 26 Jahren wieder in der Hansestadt. Der Band gelang Mitte der 90er Jahre mit ihrem Megahit „Hedonism“ ein kometenartiger Aufstieg, der sie auf die größten Festivalbühnen katapultierte, sodass es Anfang der 2000er Jahre hieß, die Band hätte alles erreicht und die einzelnen Mitglieder wollen sich lieber neuen Projekten widmen. Einige liefen besser, andere eher nicht, sodass es 2009 zur großen Reunion kam. Neue Musik, neue Tour.
Seitdem veröffentlichten Skunk Anansie stetig neue Alben und auch der hype um die begehrten Live-Shows riss nie ab. Erst im letzten Jahr veröffentlichten sie ihr neues Album „The Painful Truth“, welches mit politischen, feministischen und antirassistischen Themen so einige unbequeme Wahrheiten ausspricht und zeigt, warum eine Band auch nach so langer Geschichte noch immer relevant bleiben kann.
Vergleichsweise neu im Musikbusiness ist hingegen Bibiza. Dieser wurde 1999 geboren, als Skunk Anansie bereits ihren ersten Höhenflug gerade hinter sich hatten. Der österreichische Rapper veröffentlichte sein Debütalbum „Copypaste“ im Jahr 2019. Es folgten regelmäßig neue Platten bis das 2023er Album „Wiener Schickeria“ auch über die Ländergrenzen hinaus großen Anklang fand. Dass die usik unserer Landesnachbarn auch hier gut fruchtet, zeigten in der Vergangenheit Acts wie Bilderbuch oder Wanda und auch Kollaborationen mit deutschen Musiker*innen wie Bausa und Ikkimel festigten seinen Erfolg hierzulande. Die Musik von Bibiza verbindet Rap, Pop und Funk und handelt von wild durchfeierten Nächten in Wien, dem Erwachsenwerden und anderen gesellschaftlichen Themen, die vor allem jüngere Erwachsene ansprechen dürften. Am 2. Oktober wird Bibiza in der Oldenburger Kulturetage auftreten.
Berlin ist längst nicht so schick wie Wien, das spiegelt sich auch in der Musik wieder. Die Kapelle Rong Kong Koma, die sich seit 2017 irgendwo zwischen Punk und wütendem Pop über kleine Clubbühnen schrammelt, verinnerlicht das Berliner Lebensgefühl in jeder Note. Die Texte sind wütend, verarbeiten innerliche Unruhen, gesellschaftliche Missstände, sprechen über toxische Maskulinität und die bedrückenden politischen Entwicklungen, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen – brutal ehrlich, könnte man sagen. Der sperrige Bandname ist angelehnt an eine gleichnahmige Figur aus Walter Moers Zamonienromanen, einem äußerst skrupellosen Bücherjäger und eckt damit ähnlich an, wie ihr vorheriger Bandname Fikken. Rong Kong Koma veröffentlichten ihr jüngstes Album „Smile“ im September letzten Jahres und werden am 20. Mai im Zollhaus Leer auftreten.
Wie wäre es also mal mit einem Blick über dem Tellerrand?
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