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Gut vernetzt04.02.2026



Text: Thea Drexhage Foto: Thomas Ertmer

[font=Bembo]Gerade die Rhythmusfraktion ist etwas aggressiver“, so Sänger und Gitarrist Tom. Den Punk merkt man auch in der Spieldauer, kommen die acht Songs auf knappe 28 Minuten. Und genau so soll es auch sein: kurz, knackig, prägnant. Die Platte klingt dabei düsterer, als die bisherigen Veröffentlichungen der Band, das habe sich im Studio, der Tonmeisterei in Oldenburg, ganz organisch so ergeben. Inhaltlich geht’s auf dem zweiten Album um die Dinge, über die man vielleicht nicht so gern spricht: den Tod oder nihilistische Themen verpackt in ein kratziges Retro-Gewand. Dabei kommen auch die musikalischen Einflüsse der Musiker ans Licht, die liegen weniger in der Moderne und eher im Rock sowie auch Jazz ab den 60er Jahren. Seit dem 23.1. ist das Album draußen, auf Vinyl, CD und digital streambar (bestenfalls auf Bandcamp) und die Resonanz in Szenekreisen durchaus positiv. Es wurde allerdings auch lange auf das Album gewartet. Fünf Jahre sind vergangen, seit der letzten Veröffentlichung von Karloff. Eine ganze Weile, dennoch waren sie stetig aktiv, nur eben eher live. Festivals und Clubshows brachten sie durch die ganze Republik und in kultige Läden wie das UT Connewitz in Leipzig oder die Dresdener Chemiefabrik. Während es andere aufstrebende Bands eher schwierig finden, Gigs außerhalb des eigenen Dunstkreises zu spielen, war dies für das Oldenburger Trio, eigentlich sind Karloff nämlich zu dritt, gar nicht so schwierig. „Witzigerweise mussten wir unsere Konzerte, bis auf unseren allerersten Gig in Hamburg, nie selbst anfragen. Diese Flut an Mails rauszuschicken, um irgendwo[/font][font=Bembo] [/font][font=Bembo]verlässt sich die Band auf ein gutes Netzwerk. Die Szene, in der sich Karloff bewegt, ist überschaubar. Man kennt die anderen Bands, man spielt zusammen Gigs, supportet sich untereinander. Und so lernt man automatisch andere Veranstalter und Clubbetreiber kennen. Wenn sich das Rad also erstmal dreht… In ihren knapp acht Jahren Bandgeschichte können sie daher auch das ein oder andere Highlight verbuchen. Für Drummer Henning wären das beispielsweise die Supportgigs, die sie für das Bremer Krach-Duo Mantar spielen durften: „Die letzte Show im Kulturwerk in Herford. Das war echt cool. Da war ein gutes Publikum, der Sound war super und ich denke wir haben auch ganz gut abgeliefert.“ aufzutreten, habe ich vor Jahren aufgegeben. Wenn es gut läuft, bekommt man eine Absage, aber meist wird man einfach ignoriert.“, erklärt Tom. Stattdessen[/font][font=Bembo] [/font]
Karloff gründeten sich 2018. Alles begann mit einem Soloprojekt von Tom. Allein nahm er die erste Demo auf, spielte alles selbst ein und fügte die Elemente dann im Mix zusammen. Das klappt auf der Bühne selbstverständlich nicht. Verstärkung musste her. Henning war zu diesem Zeitpunkt länger nicht mehr als Dummer aktiv, sondern konzentrierte sich mehr auf Gitarre und Gesang, doch als die Anfrage kam, ließ er sich breitschlagen, wieder hinterm Schlagzeug Platz zu nehmen. Die musikalischen Wurzeln beider gehen in die Jugend zurück. „Bei mir fing das mit dem Gitarre spielen mit 14 oder so an. Da hat man sich im Cadillac getroffen. Das war der Place to be für junge Musiker, damals. Da durfte man auch noch rauchen im Café“, lacht Tom. Henning wurde seine musikalische Zukunft wortwörtlich in die Hände gelegt: „Ich war mit meiner Mutter beim Stadtfest 2003 und sie kannte eine der Bands, die aufgetreten ist. Der Schlagzeuger hat mir dann nach der Show seine Sticks geschenkt und für mich war klar: Ich bin jetzt Schlagzeuger, weil ich habe ja jetzt Drumsticks.“ Manchmal fügt sich einfach alles zum Richtigen zusammen.

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