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Das wird laut!04.02.2026



MoX: Wie kam es zu der Idee für ein neues Festival?
Tanja Coordes: Ich glaube, jeder von uns hatte schon mal überlegt, etwas zu veranstalten, da sowas einfach bei uns fehlt. Unser erster Vorsitzender Ralf Boekhoff hatte dann tatsächlich die Idee für ein Deutschrockfestival und hatte auch schon angefangen, für den Termin Bands zu buchen. Gleichzeitig suchte er auch Leute, die Bock darauf haben, das mitzuorganisieren. Wir sind ja alle verschieden vom Musikgeschmack, sodass dann auch Metal und Punkrock dazugekommen sind. So ist dann auch das Team nach und nach gewachsen. Ich habe dann neue Leute dazugeholt, bei denen ich dachte das es passt, und die kannten dann auch wieder jemanden.
MoX: Wie viele Mitglieder hat euer Verein jetzt?
Tanja Coordes: In diesem Gründungsverein – wir sind grade erst so weit, dass wir unseren e.V. haben – müssten das um die 20 Leute sein. Es gibt auch schon eine ganze Reihe Leute, die angekündigt haben, beim Festival helfen zu wollen.
MoX: Sind Menschen dabei, die Erfahrungen in der Veranstaltungsbranche haben?
Tanja Coordes: So richtig offizielle Vorerfahrungen hat tatsächlich keiner von uns. Aber viele sind regelmäßige Festivalgänger, ich selbst auch. Vanessa hat unter anderem fotografiert auf Festivals. Wir haben also diesbezüglich Erfahrung und wissen, was fehlt und worauf es ankommt. Es gibt zudem Leute, zu denen ich auch gehöre, die total gerne planen und organisieren.
Vanessa Rieken: Und es kommen immer wieder Anfragen von Menschen, ob sie nicht helfen können. Ich war zuvor im Gewerbeverein, für den wir Feste und ähnliches ausgerichtet haben.
MoX: Was habt ihr bisher im Planungsprozess gelernt?
Tanja Coordes: Kommunikation ist super wichtig. Es läuft nur, wenn alles gut kommuniziert wird. Ideen müssen erst im Vorstand besprochen werden, bevor es an die Umsetzung und in die verschiedenen Arbeitsgruppen geht.
MoX: Festivals sind teuer, seit der Pandemie noch mehr. Wie wollt ihr das Festival finanzieren?
Tanja Coordes: Dadurch, dass wir das Festival für einen guten Zweck veranstalten möchten, haben wir viele Bands dabei, die kaum Gage haben wollen. Größere Summen gibt es bei den größeren Bands. Das kommt dann durch die Ticket- und Merchandiseverkäufe wieder rein.
MoX: Das klingt ja sehr selbstbewusst. Habt ihr trotzdem Muffensausen?
Tanja Coordes: Natürlich, wir machen das zum ersten Mal. Es macht sehr viel Spaß und wir wissen, wie am Ende alles aussehen soll, aber es kommt natürlich auch auf die Vorverkäufe an. Wir haben ja auch neben der Musik noch ganz viel vor.
MoX: Gibt es schon Resonanzen?
Vanessa Rieken: Man wird jetzt öfter einmal angesprochen, wo das Festival dann stattfindet und dass das voll cool ist, was wir vorhaben.
Tanja Coordes: Wenn wir auf Konzerten und so unterwegs sind und unser Festivalshirt tragen, dann werden wir da auch drauf angesprochen.
MoX: Die Rede war von einem guten Zweck. Welcher ist das?
Tanja Coordes: Nicht nur einen, sondern mehrere. Uns ist es wichtig, Projekte gegen Krebs zu unterstützen. Das ist auch ein persönliches Anliegen. Zudem möchten wir lokale Vereine und Organisationen auffordern, sich bei uns zu melden, wenn sie Unterstützung benötigen. Wir wollen dann verschiedene Vereine und Organisationen auflisten, auch auf Social Media, damit die Leute dann abstimmen können, wohin die Spenden gehen sollen. Daher haben wir uns jetzt auch um Gemeinnützigkeit beworben, damit wir für Spenden Spendenquittungen ausgeben können.
Vanessa Rieken: Wir wollen beispielsweise auch Pfandtonnen auf dem Campingplatz aufstellen und den Erlös dann zum Beispiel an ein Tierheim spenden.
Tanja Coordes: Die Idee kam von meiner Schwägerin. Außerdem planen wir auf dem Festivalgelände einen Container aufzustellen, mit einer großen Pinnwand, mit Telefonnummern für Seelsorge und Adressen für Organisationen und Vereine, sowie Flyern, sodass sich Interessierte informieren können.
MoX: Der Planungsprozess läuft nun schon einige Monate. Was treibt euch an, das durchzuziehen?
Vanessa Rieken: Ich finde es toll, von Grund auf etwas aufzubauen und neue Menschen kennenzulernen. Viele Leute aus der Gruppe kannte ich gar nicht.
Tanja Coordes: Ich habe festgestellt, wie cool ich es finde, ein Event zu planen, mit den Bands in Kontakt zu sein, zu verhandeln, zu sprechen. Und zu sehen, was die anderen so umsetzen, zum Beispiel im Design. Man hat eine Idee und plötzlich gibt es ein T-Shirt.
MoX: Was sollte man noch über das Sturmflut Festival wissen?
Tanja Coordes: Ganz wichtig: Das Festival ist auch für Familien gedacht. Es soll nicht nur ein reines Musikfestival sein, sondern eine Adresse für Familien. Für Kids bis 12 Jahre kostet der Eintritt an der Kasse einen Euro für den Verein, als kleine Spende. Wir planen Hüpfburgen, sowie Stände und andere Attraktionen. Menschen von der Kirche helfen und machen was für die Kinder, es gibt Kinderschminken, Gewinnspiele unserer Sponsoren und und und. Das war uns wichtig, denn wir haben auch alle Kinder, teils noch im Grundschulalter. Die können das auch gar nicht mehr abwarten. Zudem kommt auch jemand mit einer Met-Tränke und Trinkhörnern. Es wird einen Schmuckstand geben sowie Angebote aus der lokalen Gastronomie.

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