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„Drei Tage im Schnee“ von Ina Bhatter29.01.2026



Interview & Foto: Thea Drexhage

MoX: [font=Bembo]Wovon handelt der Roman?[/font][font=Bembo] [/font]
Konstanze Mletzko: Die Geschichte spielt, wie der Titel bereits verrät, im Winter, daher dachte ich, dieses Buch passt gerade ganz gut. Es geht um Hannah und Sophie. Hannah nimmt sich eine Auszeit in einem kleinen Ferienhäuschen, das sehr ländlich an einem See gelegen ist. Während sie dort ist, trifft sie auf Sophie, welche im Schnee spielt und die beiden kommen ins Gespräch. Es ist eine ganz nette Begegnung, die Hannah allerdings zum Denken anstößt. Sie ist ganz fasziniert davon, wie Sophie auf die Welt schaut, wie sie durch ihren Tag geht und einfach im Moment lebt. Das beeindruckt Hannah sehr, denn genau deswegen ist sie ja eigentlich auf’s Land gekommen: um ein wenig zu entschleunigen und zur Ruhe zu finden. Die beiden haben an den folgenden Tagen immer wieder Begegnungen, weil Sophie bei ihr klopft und nach einem Kakao fragt. Dabei unterhalten sie sich weiter und es sorgt dafür, dass Hannah wirklich dazu kommt, nach innen zu schauen und sich zu fragen, ob dieser ganze Optimierungswahn, dem sie hinterherrennt, überhaupt sinnvoll ist. Ist es richtig, beruflich etwas zu sein, das vielleicht gar nicht ihren Kompetenzen entspricht? Sie beginnt vieles zu hinterfragen. Ich finde es ist ein charmantes Buch geworden, denn es ist nicht mit dem erhobenen Zeigefinger geschrieben und es hat auch nicht diesen esoterischen Touch von „Im Café am Rande der Welt“, sondern es ist sehr bodenständig geschrieben und handelt eben auch von einer jungen Frau. Oft sind solche Bücher ja von älteren Männern so wie im letzten Jahr von Stefan Schäfer „25 letzte Sommer“. Ich mag, dass es aus der Sicht von einer Frau im Alter von 33 Jahren ist und die sich diese Fragen mitten im Karriereleben stellt.
MoX: Was hat Ihnen besonders gut gefallen?
Konstanze Mletzko: Ich mochte gern, dass es so kurzweilig ist. Ina Bhatter kommt sehr gut auf den Punkt. Das mag ich unfassbar gern, wenn Autorinnen das können. Es ist sehr schnell klar, welche Fragen sie bewegen und da redet sie gar nicht viel drum herum. Das ist sehr erfrischend.
MoX: Wem würden Sie das Buch empfehlen?
Konstanze Mletzko: Jungen Frauen in meinem Alter, die vielleicht das Bedürfnis haben, mal eine kurze Pause zu machen und innezuhalten. Die könnten dieses Buch lesen und gemeinsam mit Hannah diese Pause machen. Das ist ein Buch für ein Wochenende.
MoX: Wie haben Sie das Buch gelesen?
Konstanze Mletzko: In gebundener Ausgabe, da ich es vom Verlag bekommen habe. Aber ich bin auch großer E-Book Fan, weil man dann wunderbar nachts lesen kann. Wenn man viel liest, auch beruflich, dann bietet sich das an. Ich bin auch ein großer Fan davon, gelesene Bücher zu verschenken, denn davon leben sie ja auch.
MoX: Was wissen Sie über die Autorin?
Konstanze Mletzko: Sie hat internationale Beziehungen in Leipzig studiert und beim Radio gearbeitet. Ich finde, man merkt es Menschen an, wenn sie journalistisch gearbeitet haben, denn sie haben oft eine direktere Art zu schreiben.

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