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Absolut nicht langweilig07.01.2026
Text und Foto: Thea Drexhage
In ihrem Sound vereinen sie (Post-)Punk mit düsterem 80er Jahre Wave. Während der Bandpause von By A Storm stellten Nick und Alex fest, dass sie auch mal Lust auf ein melodiöseres Projekt hätten. Ein Trio sollte es zudem werden, denn gerade, wenn man mehrere Projekte und dazu auch einen Dayjob hat, gibt es mit weniger Bandmitgliedern auch weniger Reibungspotenzial. Ein Gitarrist musste her – und eigentlich auch ein Sänger, denn auf diesen Part hatten beide eigentlich keine Lust. „Eigentlich gibt es ja genug Gitarristen, die auch singen wollen. Aber wir hatten dann auch einige Songs schon fertig, zu denen ich schon gesungen hatte und das hat dann mit anderen einfach nicht so funktioniert. Und weil wir dann schnell starten wollten, bin ich dann dabeigeblieben“, so Nick. Die ersten Songideen entstanden also zu zweit im Proberaum und es folgte das Gitarristencasting und es dauerte eine Weile, bis es passte. Jens meldete sich auf eine mäßig-seriöse Kleinanzeige. Zufälligerweise kannten er und Nick sich aus einer früheren Zusammenarbeit im Amadeus vor über 20 Jahren. Es funktionierte technisch und menschlich. „Ich war aber auch nicht der Gitarrist, der auch Frontsau und Sänger sein konnte, weshalb ich mich leicht eingeschränkt auf die Anzeige gemeldet habe. Was mich überzeugt hatte war, dass sie geschrieben haben, dass sie auf die Bühne wollen und nicht im Proberaum versauern möchten“, erklärt Jens, der zwar immer musikalisch aktiv war, aber auf Grund von Arbeit und Familie nie so wirklich in einem ersten Bandprojekt gespielt hat. Nach ein paar missglückten Versuchen in der jüngsten Vergangenheit stimmte die Chemie bei den Motörboys dann einfach. Als Jens zu Nick und Alex stieß, standen die meisten Songs für die EP bereits. „Meist ist es so, dass Nick mit sehr fertigen Skizzen daherkam und wir dann mit unseren Instrumenten den Feinschliff vorgenommen haben. Zwar ist Nick schon ein Multiinstrumentalist, der alles gut vorskizzieren kann, trotzdem bleibt für jeden noch genug Freiraum, seine Expertise einzubringen“, so Alex. Inhaltlich geht es bei The Motörboys um persönliche und zwischenmenschliche Themen, Selbstkritik, Liebe und Tagträumerei. „Es werden eher Stimmungen gezeigt, als Geschichten erzählt. Was sehr gut zu der Musik passt“, fasst Jens zusammen. Die Bandgründung liegt nun knapp ein Jahr zurück. Einige Shows sind gespielt und die erste EP ist im Kasten. „Future Future“ hat das Trio in der Oldenburger Tonmeisterei aufgenommen und Ende letzten Jahres veröffentlicht. Doch die dazugehörige Party steht noch aus. Am 23.1. feiern The Motörboys EP-Release im Cadillac und haben dazu noch die Bands Kettenfett und Dreck eingeladen. Wer Alex und Nick aus By A Storm kennt, wird von der Show überrascht sein, erklären die beiden. Statt des Haudrauf-Hardcore wird bei der kommenden Show alles etwas weicher und vor allem tanzbarer. Mit Vergleichen zu anderen Bands tun sich The Motörboys eher schwer. Setzt man ihnen jedoch die Pistole auf die Brust, beschreiben sie ihren Sound als Mix aus The Cure und The Hellacopters – Arschtritt mit Tiefgang quasi. Solche Ergebnisse kommen dabei raus, wenn Musiker mit einem sehr breit aufgestellten Musikgeschmack aufeinandertreffen. Nach der Show im Cadillac stehen für The Motörboys noch weitere Konzerte an. Unter anderem am 13.2. mit den italienischen The Devils im Kling Klang Wilhelmshaven als auch am 13.3. im Eldorado Nordenham mit Repeat aus Schweden. Die 13 als Unglückszahl? Nicht bei The Motörboys!
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