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Und die Täter?16.12.2025
Text und Foto: Thea Drexhage
[font=Bembo]Dieses wird kontinuierlich vom Land Niedersachsen gefördert und das ist auch nötig. Seit der Gründung lässt sich eine jährliche Steigerung von Fallzugängen um die 10% verzeichnen. Allein in 2025 liegen über 400 Falleingänge von häuslicher Gewalt vor. Das bedeutet allerdings nicht zwingend, dass die Gewalt zunimmt, sondern in erste Linie, dass die Angebote bekannter werden. Die Fälle werden von Polizei, Staatsanwaltschaft oder Beratungsstellen und Jugendämtern vermittelt, aber einige Männer melden sich auch freiwillig, um in Gruppen- und Einzeltrainings an ihrem gewalttätigen Verhalten zu arbeiten. Auch Frauen können sich melden, dies kommt laut Dipl. Pädagoge und Fachkraft für Täterarbeit Michael Krebs seltener vor: „Dort zeichnet sich die Gewalt häufig anders ab, da sie oft in reaktiver Form geschieht, aber auch da kann man ja sagen, dass man das nicht gut findet, an sich selbst. Dass Frauen mit so einer Voraussetzung wie Männer kommen, ist relativ selten bei uns.“[/font][font=Bembo] [/font]
Vor den Trainings wird in Einzelterminen geschaut, ob sich die Personen überhaupt für das Programm eignen. Dies setze beispielsweise einen Teil von Verantwortungsübernahme voraus. In den Trainings werden dann verschiedene Module zu Themen wie Partnerschaft, Gewalt, Vaterschaft, u.ä. durchgearbeitet. „Ein ganz wichtiges Thema dabei ist auch die gewaltfreie Kommunikation. Wie können wir miteinander reden, ohne dass es zum Streit kommt, denn dabei fängt es meistens an“, so Michael Krebs. Durch Check-ins nach den Trainings sowie Kontakt zu etwaigen Partner*innen wird nach einem halben Jahr bis Jahr geschaut, inwieweit die Maßnahmen Früchte tragen und was sich bei den entsprechenden Personen tatsächlich verändert hat. Grundsätzlich lasse sich bei allen Männern, die sich entscheiden am Training teilzunehmen, weil sie wirklich etwas verändern wollen, ein Erfolg feststellen. Dieser mag von Person zu Person unterschiedlich aussehen, aber grundsätzlich würden alle etwas mitnehmen, um ein besseres Leben zu führen als vorher.
Gerade in den letzten zwei Jahren hat die Thematik mehr Fahrt aufgenommen und auch das Beratungsangebot wächst, auch, wenn es im Flächenland Niedersachsen noch einige blinde Flecken gibt und so das nächste Hilfsangebot auch mal eine Stunde Fahrt entfernt liegen kann. Trotzdem lobt Michael Krebs die Bestrebungen des Landes, die Förderungen um Präventionsangebote flächendeckender auszubauen. Kurze Wege und kurze Wartezeiten sind ein wichtiger Faktor, um Menschen in dem Moment, in dem sie sich um Hilfe bemühen, konkret begegnen zu können. In Oldenburg kommt es nach Kontaktaufnahme in der Regel binnen zwei Wochen zum Erstgespräch. „Wenn jemand etwas ändern möchte und gerade den Druck dazu verspürt, dann sollte es auch schnell gehen“, so Krebs.
Kontakt OLIP: Kaiserstraße 7, 26122 Oldenburg, Telefon: 044127293, E-Mail: info@konfliktschlichtung.de
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