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MoX Soundcheck KW4903.12.2025
Pepe Deluxé: SUPER SOUND `25 (VÖ: 28.11.)
Dass sie den Nina Simone-Klassiker „Before you leave“ nicht nur für ihr „Sound Sound“-Debütalbum coverten, sondern sich den flugs in „Woman in Blue“ umbenannten Remix von der Agentur der Levis-Company zur Untermalung für deren Twisted-Jeans-Werbespot abkaufen ließen, machte das finnische Soundtüftler-Kollektiv Pepe Deluxé 1999 schlagartig in aller Welt bekannt. Die schiere Unverfrorenheit, mit der die Skandinavier ihre obskur umfangreiche Plattensammlung auch weiterhin plünderten, um neben Evergreens der Jazzgöttin Simone beherzt Tom Jones´ oder Eminems Chartrenner mit Electronic-Klängen aufzupeppen, versetzte musikalisch Interessierte ins Staunen und ließ Kritiker applaudieren. Mal ehrlich: Wer hätte schon gedacht, dass die Debütscheibe der finnischen Tüftler, die vor 25 Jahren zugegebenermaßen revolutionär neu klang und jetzt pünktlich zum Jubiläum digital überarbeitet wurde, sich beim Wiederhören kein bisschen angestaubt anhört. Die Mucke gehört gehört!
Jacob Collier: THE LIGHT FOR DAYS (VÖ: 5.12.)
Da schon seine Mutter als Musikdozentin, Violinistin und Dirigentin an der Londoner Royal Academy of Music vom Publikum und der Kritikerzunft gleichermaßen gefeiert wurde, standen die Voraussetzungen, es musikalisch ebenfalls weit zu bringen, für Jacob Moriarty bestens. Und nachdem sich der talentierte Sprössling zahlreiche Instrumente autodidaktisch erschlossen hatte, begann er im elterlichen Zuhause Hits von Stevie Wonder und Co. zu covern, Musikvideos zu produzieren und auf Youtube hochzuladen. Höchst erfolgreich! Unterm Künstlernamen Jacob Collier springt der Multiinstrumentalist mittlerweile zwischen Jazz, A cappella, Groove, Folk, Hip-Hop, klassischer Musik, Gospel und Soul unbeirrbar hin und her. Dem mehrfach prämierten Debütalbum „In my room“ schob der Senkrechtstarter dann sein auf vier Alben verteiltes 50-Songs-Bombastprojekt „Djesse“ hinterher, um sich jetzt aktuell mit „The Light for Days“ dem Akustik-Format zuzuwenden. Dabei gilt wie eh und je: Was Collier anpackt, begeistert.
Tom Smith: THERE IS NOTHING IN THE DARK… (VÖ: 5.12.)
Als Frontmann der britischen Indie-Combo The Editors spielt Tom Smith Gitarre, Klavier, Synthesizer – und singt. Nachdem er sich darüber hinaus immer mal wieder auch auf eigene Solo- oder Duo-Projekte konzentrieren mochte und Gästen des PIAS-Labels sein Solo-Gig bei den PIAS Nites von 2012 in bester Erinnerung geblieben sein dürfte, sollte unser aller Vorfreude auf das Akustik-Album „There is nothing in the dark, that isn´t there in the light“ des Briten riesig sein. Themen wie Verbundenheit, Erinnerung und Widerstandsfähigkeit werden da angesprochen und entweder minimalistisch reduziert (à la „Broken Tree“) oder mit Smiths unverkennbarer Stimme mitreißend (à la „Life is for Living“) intoniert. Die Songs kommen gleichermaßen ausgefeilt und virtuos rüber. Wem das nicht gefällt…
Nick Cave and the Bad Seeds: LIVE GOD (VÖ: 5.12.)
Dass er auch privat immer mal wieder beinharte Schicksalsschläge wegstecken musste, mag Nick Cave dabei geholfen haben, das menschliche Dasein in all seinen Facetten zu besingen. Mit den Bad Seeds, jener multinationalen Rockband, die 1983 nach dem Auseinanderbrechen der The Birthday Party-Formation entstand, hat sich der Australier von Anfang an ein weit aufgefächertes Oeuvre erschaffen, das zwischen düsterem Gospel, literarischen Balladen und energetischem Rock oszilliert. Das Live-Album „Wild God“, mitgeschnitten während der 2024er und ´25er Konzerttour der Truppe, spiegelt die wild-transzendentale Natur dieser umjubelten Tournee wider, die in Caves eigenen Worten „ein Gegenmittel gegen die Verzweiflung“ ergaben. Und uns Hörern jetzt Gänsehaut-Feeling beschert.
Melody´s Echo Chamber: UNCLOUDED (VÖ: 5.12.)
Melody´s Echo Chamber bezeichnet ein musikalisches Projekt der Französin Juliana Melody Prochet. Die in der südfranzösisch pittoresken Provence aufgewachsene Sängerin und Songschreiberin betört seit 2012 mit ihren sorgfältig arrangierten Liedern, die zwischen Dream-Pop, Psychedelic Rock und Chanson-Einflüssen oszillieren. Auf ihrem neuesten Album „Unclouded“ schart Prochet talentierte Gastmusiker aus den unterschiedlichsten musikalischen Genres um sich. Gemeinsam mit diesen Seelenverwandten überantwortet sich Strippenzieherin Prochet in ihren Songtexten einfühlsamen Tagträumereien über das Erwachsenwerden und der Suche nach Klarheit. Betörende Tracks - bestens für Sofa-Chill-Abende geeignet.
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