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Neue Bühnen für Oldenburgs Kultur25.11.2025
Aus diesem Testlauf konnten einige Erkenntnisse gewonnen werden: zum einen, dass die Vernetzung des Globe in der lokalen Kulturszene bereits gut funktioniert und relativ kurzfristig ein abwechslungsreiches Programm aufgestellt werden konnte, zum anderen aber auch, dass Werbung und Marketing außerhalb und auf den eigenen Kanälen unerlässlich ist, denn bei vielen Oldenburger*innen und Menschen aus der Region steht das Globe noch nicht fest auf dem Plan. Wann es die nächste Veranstaltung dieser Art geben wird, steht derzeit noch nicht fest, denn von Fertigstellung und Regelbetrieb ist das alte Truppenkino noch ein ganzes Stück entfernt. Auch, wenn der große Saal, welcher später im regulären Betrieb 360 Plätze bereithält, mittlerweile schon wieder ganz prächtig aussieht, gibt es noch ein paar Baustellen. Der Backstagebereich ist noch nicht fertiggestellt, ebenso der kleine Saal, der in Zukunft beispielsweise als Treffpunkt für das Nachbarschaftsquartier dienen könnte. Die Bühne benötigt zudem noch einen Feinschliff und auch die Außenanlage muss noch gestaltet werden. Hinzu kommt die Parksituation. Im Gebäude nebenan wurde eine Tiefgarage mit den benötigten Parkflächen gekauft, aber auch diese zeigt noch erhebliche Baumängel, die behoben werden müssen. Hoffnung ist es, in spätestens zwei Jahren all diese offenen Posten durch Förderung, Sponsoring, Spenden und Eigenmittel fertiggestellt zu haben, um das Globe zu einem festen, kulturellen Standort in Donnerschwee zu machen. Das alte Truppenkino wurde 2018 von der neu gegründeten Kulturgenossenschaft Globe e.G. für 225.000 Euro gekauft. Mehr als 2 Millionen Euro sind bisher in die Sanierung geflossen und es ist noch eine große Summe notwendig, um das Globe im neuen Glanz erstrahlen zu lassen.
Dabei soll es nicht in Konkurrenz zu anderen Kultureinrichtungen der Stadt stehen, sondern im Gegenteil als Erweiterung dieser dienen, wie Michael Hagemeister, ehemaliges Vorstandsmitglied und nun Programmverantwortlicher erklärt. So soll das Globe
zwar ein eigenes Programm anbieten, aber auch von anderen Institutionen angemietet werden können. Bereits jetzt sei das Interesse sehr groß. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal der Bühnen ist, dass es Ankerpunkte in den Decken gibt, die beispielsweise Trapezkunst erlauben. Auch die Akustik des großen Saals konnte bereits viele Kreative beeindrucken, sodass eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Orchestern denkbar ist. Zudem könnte der Raum auch für professionelle Aufnahmen genutzt werden. „Wie das Theaterprogramm aussehen wird, müssen wir mal gucken. Da gibt es natürlich schon ein sehr breites Programm in Oldenburg. Was es bisher aber noch nicht so gibt, ist englischsprachiges Theater, was natürlich sehr gut zur Geschichte des Globe passen würde“, erklärt Michael Hagemeister. Möglich wäre dabei zum Beispiel die Zusammenarbeit mit Schulen, wie der IGS Flötenteich, die ursprünglich ja auch eine britische Schule war und einen schönen Bogen spannen würde. Generell soll sich das Globe auch an Laien und Semiprofessionelle Kulturschaffende richten und Möglichkeiten zum Ausprobieren und Lernen bieten – auch eine Zusammenarbeit mit der Jugendkulturarbeit aus dem Quartier liegt nahe, um die junge Kultur, der es im Stadtgebiet häufig an Räumen fehlt, zu unterstützen.
Ziel ist es, eine gute Balance aus Fremdeinmietungen und Eigenveranstaltungen zu finden, um die laufenden Kosten, die so ein Gebäude mit sich bringt, decken zu können. Für die Zukunft wünschenswert wäre eine institutionelle Förderung, die die Besetzung einiger fester Stellen ermöglicht, denn um so einen Betrieb richtig laufen zu lassen, ist eine Geschäftsführung ebenso notwendig, wie eine Programmleitung als auch Techniker und Hausmeister.
Es gibt also zahlreiche Pläne und Ideen, um dem alten Truppenkino neues Leben einzuhauchen und für diese braucht es zwei grundlegende Sachen: eine gute Vernetzung und Zusammenarbeit verschiedener Akteure in der Stadt und Geld. Um zukünftig notwenige Förderungen, die an die 2 Millionen Euro Marke grenzen, bei KulturInvest vom Bund beantragen zu können, muss eine entsprechende Gegenfinanzierung, die knapp 50% der Fördersumme umfasst, mit eingebracht werden. Das Globe finanziert sich durch seine knapp 800 Genossenschaftsmitglieder, Förderung durch Stiftungen sowie private Spenden, doch um die Gegenfinanzierung stemmen zu können, bedarf es auch Förderung von Stadt und Land.
Wer das Globe privat unterstützen möchte, kann eine Lampen- oder Stuhlpatenschaft übernehmen. Alle Infos dazu gibt es auf der Homepage www.globe-oldenburg.de
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