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Freundliches Fabeltier13.10.2025
Text und Foto: Britta Lübbers
Im Hauptberuf arbeitet er beim OOWV-Tochterunternehmen „Niedersachsen Wasser“ in Brake, in seiner Freizeit schreibt er. Er hat u.a. den Roman „Der Tausendfüßler“ und den Band „Gedichte für Claqueure“ veröffentlicht. Jetzt legt er sein erstes Kinderbuch vor. „Das Geheimnis des goldenen Drachens“ ist ein Vorlesebuch für Kinder ab fünf Jahren und für alle Erwachsenen, die Geheimnisse und Fabeltiere mögen und die den Wert von Freundschaften schätzen.
Der goldene Drache ist ein freundlicher Geselle, der sich nur alle zehn Jahre im Rasteder Schlosspark zeigt. Im Buch ist es eine Freundesclique, die auf ihn stößt. „Immer mittwochs um Mitternacht muss ich kommen – keine Ahnung warum“, vertraut der Drache den Kindern an und kichert. Er ist mit der Gabe ausgestattet, Gold zu verschenken. Doch das Goldgeschenk hat seine Tücken. Wer darüber spricht, wird selbst zum leblosen Goldklumpen. Marieke muss das am eigenen Leib erfahren. Und nun sind ihre Freunde vor die Aufgabe gestellt, das Unheil ungeschehen zu machen.
KI als Sparringpartner
Ideengeber zur Geschichte sind Böhmes Söhne Nils und Finn, die auch zwei der Protagonisten sind. Am Kaffeetisch habe er sie aufgefordert, eine Geschichte zu erfinden, erzählt der Vater. „Die waren sofort dabei. Der Älteste sagte: Es muss unbedingt ein Babydrache vorkommen.“ So fing es an. Gemeinsam mit den Jungen habe er die Handlung dann weitergesponnen, erzählt Böhme. Und da er gerade eine Fortbildung zum KI-Manager machte, sollte auch die künstliche Intelligenz ein bisschen mitschreiben dürfen. „Ich habe KI als Sparringpartner gesehen, aber letztlich war das Ergebnis nicht befriedigend, KI fehlte die Tiefe“, resümiert er. Vielleicht auch der Humor. Denn es ist zwar ein bisschen unheimlich, wie die kleine Marieke zu Gold erstarrt, aber auch lustig, wie der freundliche Drache bedauert, Auslöser des Unglücks zu sein, das er nicht aufhalten kann. Es sei ja auch schwer, ein so spannendes Geheimnis zu bewahren, räumt er ein.
Die Abenteuer, die die Freunde erleben, ereignen sich in Rastede. Jens Böhme hat viel recherchiert. So ist er z.B. die Wege im Schlosspark abgelaufen und hat sich beim Freundeskreis Schlosspark nach dem ältesten Baum auf dem Gelände erkundigt – denn der spielt eine wichtige Rolle.
Böhme schreibt, seitdem er ein Junge war. Schon als Kind hat er zahllose Buchanfänge zu Papier gebracht. Damit sie nicht verloren gingen, tackerte er sie zusammen. „Aber ganz zu Anfang, als ich als DDR-Kind noch keinen Tacker hatte, habe ich Nadel und Faden genommen und die Seiten vernäht.“ Fadenheftung nennt man das, und es ist ein ziemlich aufwendiges Verfahren.
„Das Geheimnis des goldenen Drachens“ hat keine Fadenheftung, aber ein hübsch gestaltetes Cover. Die Illustrationen hat Leonie Piwczyk gefertigt, mit feinem Strich haucht sie den Figuren Leben ein. Das Buch ist ein Book on Demand und kostet zehn Euro.
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