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Es geht los 11.09.2025
Text und Fotos: Thea Drexhage
Hoher Besuch anlässlich der Vorstellung von drei irischen Spielfilmen und zwei Kurzfilmen, die einmal mehr die internationale Bedeutung und auch Verbindung des Festivals aufzeigt. Nach einem kurzen Empfang für die geladenen Gäste ging es für Filmfestverhältnisse pünktlich im nicht komplett gefüllten großen Saal des Cinemaxx los. Torsten Neumann dankte einmal mehr den Unterstützern und Sponsoren des jährlichen Events, Oberbürgermeister Jürgen Krogmann betonte wie jedes Jahr die Wichtigkeit dieses Festivals für die Diversität in der Filmbranche. Und auch Botschafterin Maeve Collins meldete sich mit einem herzlichen „Moin“ an die Oldenburger*innen und sprach über die kulturelle Verbindung zwischen Oldenburg und Irland durch das Festival. Während in den vergangenen Jahren Orchestereinlagen oder zumindest Videobotschaften des Siam Sinfonietta eingespielt wurden, blieb das Eröffnungsprogramm in diesem Jahr, trotz technischer Schwierigkeiten, knackig und so stand schon früh Filmemacher Hank Bedford neben Torsten Neumann auf der Bühne um seinen Film „Eugene The Marine“ vorzustellen, der analog auf 16mm Film gedreht wurde. Schon vor zehn Jahren war Bedford mit seinem Regiedebüt Dixieland zu Gast in Oldenburg. Eugene The Marine Hauptdarsteller und diesjähriger Filmfest-Ehrengast Scott Glenn konnte auf Grund gesundheitlicher Einschränkungen leider nicht die lange Reise nach Oldenburg antreten. Dieser spielt im Film den wohlhabenden Veteranen, der zwischen der Trauer um seine verstorbene Frau und dem Streit mit seinem Sohn (Jeremy Bobb) um sein Vermögen versucht, seine „goldenen Jahre“ so gut es geht zu leben und nach vorn zu schauen. Ein getakteter Zeitplan, feste Routinen: Sudoku, Sport, Gärtnern. Um sich mehr mit seiner Enkelin verbinden zu können, möchte er sich bei Facebook anmelden. Hilfe bekommt er dabei von der jungen Technik-Verkäuferin Parker (Shioli Kutsuna). Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen ihm und der jungen Frau, die ihm auch dabei hilft, seine neue, auf Facebook gefundene Liebschaft Frances (Anette O’Toole) kennenzulernen. Familiendrama meets Rom-Com könnte man meinen, wäre da nicht das mysteriöse Verschwinden einiger Mitmenschen und die unheimlichen Geräusche, die Eugene in seinen Wänden hört. Mit „Eugene The Marine“ ist Hank Bedford ein unerwarteter Mystery-Horror gelungen, der den Zuschauenden auch während eigentlich fröhlicher Szenen immer ein Gefühl von Unbehagen in der Magengrube hinterlässt und mit einem Ende aufwartet, das wohl niemand hätte kommen sehen. Ein gelungener und kurzweiliger Einstand für das diesjährige Filmprogramm.
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