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Gelebte Vielfalt23.07.2025



Text und Foto: Merle Theus


Das Projekt „deine Autowerkstatt“ des Sozialwerkes Oldenburg freute sich über die Auszeichnung. Benachteiligten Menschen wird hier eine begleitete und geförderte Ausbildung geboten, was laut Geschäftsführer Niko Meier wichtig für die Integration sei und eine Lebensperspektive biete. Vordringlich sei, dass das Unternehmen sich durch Umsatzerlöse selbst finanziere. Den Azubis wird so deutlich, dass die eigene Arbeit etwas Wert sei und so indirekt auch man selbst. Auch das Team eines Ukrainisch-deutschen Malbuchs, welches insbesondere Kindern als Brücke der Kulturen dienen soll, wurde ausgezeichnet. Es zeige, dass Integration in kleinen Schritten gelingen könne, indem man miteinander spreche, so Svetlana Husliakova. Dafür wurden Malbilder von Orten und Architekturen aus Brazlaw, eine ukrainische Stadt und Oldenburg einander gegenübergestellt. Die vielen Akteure hätten dabei viele weitere Ideen eingebracht, sodass in dem Buch letztendlich deutlich mehr umgesetzt wurde als geplant. Zuletzt nahm der Verein „Ankommen in Oldenburg“ den Preis stellvertretend für die über 100 Integrationslotsen und -lotsinnen aus Oldenburg entgegen. Diese erleichtern Neuoldenburgern den Einstieg, um sich in einer völlig neuen Gesellschaft mit unbekannten Gepflogenheiten zurechtzufinden. Sachbearbeiter der Behörde oder Ärzte nehmen nicht selten erst in Anwesenheit eines Integrationslotsen oder einer -lotsin eine respektvolle Haltung ihrem migrantischen Gegenüber ein, berichtet Vorstandsmitglied Rainer Bartelt.
Das Bühnenprogramm zeigte eine Tanzaufführung des Yezidischen Forums Oldenburg. Der erste Vorsitzende Ilias Yanc (1. Vorsitzender) erklärte der MoX Redaktion, man habe sich für eine traditionelle Tanzaufführung in Trachten unterschiedlichen Ursprungs entschieden, da die Veranstaltung dazu diene viele verschiedene Kulturen zu präsentieren. Der Reihentanz stehe für Einheit, da keiner ausgeschlossen würde und sogar 100 Menschen gemeinsam Hand in Hand zum selben Takt tanzen könnten. Diesen Tanz zu lernen ist kostenlos. Solidarität findet sich auch abseits der Bühne wieder, wo beispielsweise die Yeziden sich religionsübergreifend mit den Aleviten einen Stand teilen und Suppe ausgeben. Ilyas Yanc bewertet den interkulturellen Zusammenhalt Oldenburgs auch außerhalb von Veranstaltungen, wie dem Global Local Festival positiv, was er der guten Vernetzung diverser Akteure und Angebote in verschiedenen Bereichen zuschreibt. Der Verein Latinburg, der mit fröhlicher Pop- und Weltmusik auftrat, fokussiert sich auf die Integration von Latinos und Latinas bei Bewahrung und Festigung der eigenen Kultur. Die Tanzgruppe Tusuy Bolivia ist in Bremen und Oldenburg aktiv. Die Gründungsmitglieder Marta Stuckenschmidt, die sieben Jahre in Bolivien gelebt und sich in die Kultur und den Tanz verliebt hat und Sandra Pacheco, deren Eltern aus Bolivien kommen, haben vor 3 Jahren zu zweit begonnen. Über Kontakte haben sich die inzwischen 20 aktiven Tanzenden angeschlossen, um ihr kulturelles Erbe in Form von Tanz näher kennenzulernen.

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