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Wir sitzen im selben Boot23.07.2025



Text und Foto: Thea Drexhage

[font=Bembo]Zugegeben, es ist nicht so richtig sommerlich an diesem Tag in Oldenburg, der Himmel ist grau, es nieselt immer mal wieder und der Schlossplatz füllt sich nur langsam. So beginnt das musikalische Programm eine Viertelstunde später als geplant mit dem israelischen Jazz-Gitarristen und Songschreiber Tal Arditi, der allein mit seiner Gitarre und ein paar Effektgeräten die Bühne für sich einnimmt. Arditi lebt mittlerweile in Berlin und verfolgt von dort aus seine Karriere. Schnell füllt es sich vor der Bühne, kein Wunder bei so viel Spielfreude und Charisma. Da hat sich sogar der Nieselregen verzogen. Nach einer halben Stunde ist allerdings schon Schluss und Andreas Holtz, der Programmleiter der Kulturetage, kommt auf die Bühne, um die nächste Band anzukündigen. Vom politisch belasteten Israel geht es nun in die ebenso katastrophalen USA. Holtz lässt es sich dabei nicht nehmen, mit klaren Worten auch auf die beängstigenden politischen Entwicklungen bei uns hinzuweisen. Mourning [A] Blckstar versprechen einen etwas schwereren Sound. Eine trockene Fusion aus Jazz, Soul, Rap und Rockmusik mit ernsten, politischen Themen. Die Band spielt ganz hervorragend, aber es ist keine Partymusik für einen lauen Sommerabend. Man muss sich auf das Dargebotene einlassen können. Dazu sind längst nicht alle Gäste bereit, sodass sich der Platz nach und nach ziemlich leert. Wer bleibt, erlebt dafür ein Konzert voller Energie und auch Hoffnung in diesen schwierigen Zeiten. Mit den Ansagen hält sich die Gruppe kurz, um so viele Songs wie möglich spielen zu können. Diese klingen, trotz der ernsten Themen, stellenweise erstaunlich leichtfüßig. Es geht um Trauer, um Kampf, um Widerstand, um das Patriarchat, die Leiden der schwarzen Community und die furchtbare US-Regierung. Als Gast hätte man vielleicht mehr Wut auf der Bühne erwartet, mehr Einblicke in die aktuelle Lebenswelt der US-Amerikaner in diesen Zeiten und eben mehr Ansagen – doch die Band fasst es prägnant zusammen: „We’re all in this together“ und im Prinzip ist das alles, was gesagt werden muss.[/font][font=Bembo] [/font]

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