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Jetzt streiken auch die Brauer25.06.2025



Text: Thea Drexhage Foto: NGG



Ursprünglich gefordert wurden 7% für 12 Monate Laufzeit seitens der NGG, angeboten seitens der Brauerei wurden in allen bisherigen Verhandlungsrunden lediglich 2,2% im ersten und 2 % im zweiten Jahr. Obwohl der allgemeine Bierabsatz in Deutschland deutlich zurückgeht, laufen viele Brauereibetriebe trotzdem auf Volllast, alkoholfreie Getränke, Mixbiere und Limonaden gehören mittlerweile fest in die Sortimente. Auch in Jever stehen die Anlagen selten still, gearbeitet wird im Drei-Schicht-System – in der Hochsaison auch mal am Wochenende. „Die Brauereien laufen auf Volllast, die Menschen arbeiten rund um die Uhr. Für uns ist weniger relevant, was abgefüllt wird, denn die Arbeit wird ja trotzdem geleistet. Die Tarifabschlüsse sind dafür da, um die Arbeit zu würdigen.“, so Johanna Waldeck, Geschäftsführerin der NGG Oldenburg/Ostfriesland. Eine Herausforderung sei dabei, dass Jever zum Radeberger Konzern gehöre und dadurch bei den Tarifverhandlungen von der Arbeitgeberseite auch die Gruppenergebnisse im Auge behält. Während es im Friesischen Brauhaus einen Haustarifvertrag gebe, sind es bei anderen Brauereien große Flächenverträge, auch in anderen Konzernen. Auch dort wird gestreikt. Auch dort wurden noch keine Einigungen erzielt und scheinbar möchte niemand der Erste sein, der einen Abschluss macht, wenn es in der ganzen Tariflandschaft noch keine Einigung gibt. Die nächste Tarifrunde findet am 9. Juli statt, sollte es wieder zu keinem annehmbaren Ergebnis kommen, sind auch weitere Warnstreiks nicht ausgeschlossen. Für die NGG Oldenburg/Ostfriesland stellt das Friesische Brauhaus eine Ausnahme im Aufgabengebiet dar, ist die Region vor allem geprägt durch die Gastronomie, einerseits auf
dem Festland und andererseits auf den Inseln, als auch von der Fleisch-, Milch- und gemüseverarbeitenden Industrie. Auch dort kommen vermutlich im Winter neue Herausforderungen auf die NGG zu, denn die Milchgenossenschaft Deutsches Milchkontor aus Bremen und der dänische Konzern Arla planen eine Fusion, der die Landwirte bereits zustimmten. Das Urteil der Kartellämter steht jedoch noch aus. „Wir haben vier DMK-Werke in der Region und wir werden uns dann mit den Fragen der Beschäftigungssicherung auseinandersetzen, denn oft verändern sich bei solchen Fusionen mittelfristig Arbeitsplätze und Bedingungen.“, so Waldeck.

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