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Weltumspannend all that Jazz02.04.2025



Text: Horst E. Wegener Foto: Maria Fuster Garcia

Und so sei es: Mit Blick auf die populäre Sektion der wechselnden Partnerländer hatte man zwar schon in früheren Zeiten Spanien (anno 2012), Frankreich (anno ´15) und die Schweiz (anno ´16) jeweils getrennt in den Fokus genommen, was vom neuen Leitungsteam mitnichten als Hinderungsgrund begriffen wurde, diese drei Nationen erneut einzuladen und sie anno 2025 als gemeinsame Fokusregion an die Weser zu holen. Der Startschuss fällt bereits am 23. April beim Grand Opening im Congress Centrum Bremen mit dem Genfer Gitarristen Louis Matute, dessen Large Ensemble die Backing Band für Top-Gastmusiker aus Frankreich und Spanien bieten mag. Da darf sich das Publikum mit Sicherheit auf eine mitreißende Session mit den französischen Sängerinnen Gabi Hartmann und Célia Kameni sowie dem in Spanien lebenden Trompeter Yelfris Valdés und der Flötistin Marta Mansilla freuen. An den Folgetagen bis zum 27. April besteht dann für Interessierte erst recht Gelegenheit, auch alle weiteren und oftmals erstaunlich jungen Vollblutmusiker der drei diesjährigen Partnerländer im Rahmen der insgesamt neun Showcase-Konzerte miterleben zu können. Spätestens da wird einem ein Licht aufgehen, wie genre- und grenzüberschreitend sich das musikalische Gesamtprogramm beileibe nicht nur der französisch-spanisch-schweizer Acts heutzutage zusammensetzt.
Nehmen wir zum Beispiel Irene Reig, 1993 in Barcelona geboren: Die Jazzerin interessierte sich früh für Musik, erhielt zunächst klassischen Klavierunterricht am Konservatorium in ihrer Heimatstadt, bevor sie sich mit Elf fürs Saxofon und kurz drauf fürs Jazzen begeistern mochte. Einem Weltenbummler gleich studierte Reig dann in den Niederlanden, lebte ein paar Jahre in den USA, bevor es sie nach Europa zurückzog. Mit Kika Sprangers bildete Reig ein Quintett, das 2023 bei Radio Bremen ein vielbeachtetes Album einspielte.
Beispiel Yilian Canizares, 1983 in Havanna, Kuba geboren: Die mittlerweile in Lausanne lebende Violinistin, Komponistin und Sängerin gewann mit 14 Jahren ein Violinstipendium in Caracas, vervollkommnete ihre Klassikausbildung am Konservatorium in Freiburg. Mit der Entdeckung der Musik des Jazzgeigers Stéphane Grappelli vor Ort begann Canizares für sich die Spielarten des Jazz auszuloten, verband sie diese mit afrokubanischen Rhythmen und klassischen Einsprengseln zu einem weltoffenen Sound. 2008 gründete die Weltmusikerin dann mit dem kubanischen Pianisten Abel Marcel, dem venezolanischen Kontrabassisten David Brito und dem Schweizer Perkussionisten Cyril Régamey das Ensemble Ochumare, das von kreolischem Groove, Geigenimprovisationen und Reigs berückendem Gesang auf Französisch, Spanisch und Yoruba getragen wird.
Zwei Beispiele stellvertretend für viele weitere musikalische Brückenbauer bei der diesjährigen jazzahead, die die Partnerregion par excellence repräsentieren. Und das Beste: Noch gibt es Karten für ihre Bremer Showcase-Konzerte sowie für die meisten der insgesamt 130 Konzerte in 40 Locations, die das Jazz-interessierte Publikum vom 23. bis 27 April vor die Wahl stellen: Wen wann sehen und hören – und bloß nix verpassen!

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