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MoX Soundcheck KW1402.04.2025











Texte: Horst E. Wegener


Maya Delilah: THE LONG WAY ROUND (VÖ: 28.3.)
Jenen Nachwuchsmusikbegabungen, die einem von Spotify alljährlich als Artist to watch ans Herz gelegt werden, ist´s dann fast immer vergönnt, eine steile Karriere vor sich zu haben. Was uns in diesem Jahr zur Senkrechtstarterin Maya Delilah bringt: Die anno 2000 im Norden von London geborene Britin begeisterte sich bereits als Teenie für Prince, Aretha Franklin oder Stevie Wonder, um nur ein paar Namen zu nennen. Mit 15 schaffte es die Gitarre spielende Singer-Songwriterin bis ins Finale des größten britischen Straßenmusikfestivals, später dann besuchte das Supertalent die renommierte BRIT-School, von der aus Adele, Amy Winehouse oder Sam Smith durchstarteten. Seit 2020 veröffentlicht Maya eigene Songs, steht seit ´22 beim Vorzeige-Label Blue Note unter Vertrag, wo jetzt ihr Debütalbum herauskommt. Die zwölf Songs mixen Soul-Pop mit Country, Blues, Gospel und einer Prise Funk mit pointierten Lyrics über den zwischenmenschlichen Wahnsinn der Dating-Ära; gekonnt!


Elephant: III (VÖ: 28.3.)
Auch nach ihrem von den Niederländischen Medien unisono gefeierten Debütalbum „Big Thing“ anno 2022 blieben die vier Rotterdamer Jungs von Elephant auf dem Teppich. Bastelten während der pandemischen Lockdown-Phase unbeirrbar weiter an ihrer easy-going-Mucke, die den Hörern dann selbst außerhalb der Landesgrenzen eine durch und durch entspannte Grundstimmung vermitteln mochte. Diese Sorglos-Atmosphäre bestimmt erst recht den musikalisch sonnensatten Cocktail aus melodiösem Indie-Rock, Folk und Americana auf „Shooting for the Moon“, dem Nachfolge-Longplayer von ´23 – und wird jetzt auf „III“ um experimentelle Klangwelten ergänzt. Bestens geeignet, um mit ´nem fahrbaren Untersatz gen Wochenendfreizeitvergnügen loszudüsen – des Morgens auf einer staufreien Allee die Sonnenstrahlen registrierend, wie sie das Blätterdach durchbrechen -, und dazu Elephant zu hören. Wetten, dass sich da ein Gefühl von Freiheit einstellt?


Popa Chubby and Friends: I LOVE FREDDIE KING (VÖ: 28.3.)
Popa Chubby, bürgerlich Theodore Joseph Horowitz, 1960 in New York geboren, wuchs als Weißer im Farbigen-Viertel Bronx auf, wo ihn in seinen Teeniejahren die Soul- und R&B-Hits der Sixties in der Jukebox faszinierten. Nachdem er mit 16 die erste Gitarre bekam und seine Idole alsbald Jimi Hendrix, Jeff Beck oder Jimmy Page hießen, trainierte sich der Youngster Spielroutine an, indem er in der New Yorker U-Bahn und später im bekannten Bluesclub Manny´s Carwash die allseits bekannten Klassiker coverte. Obwohl seine Eigenkompositionen mittlerweile Hardrock-Elemente widerspiegeln, die sich mit Popas Vorliebe vor allem für Led Zeppelin und Black Sabbath begründen lassen, zählen die Three Kings of the Blues Guitar nach wie vor zu den Größen, deren Songs er bis heute zu gern covert. Beim Tribute-Album für Freddie King schart der weiße Blueser Seelenverwandte wie Joe Bonamassa oder Mike Zito um sich, interpretiert man elf Songs der verstorbenen Ikone neu.


Mette Juul: THANK YOU & OTHER STORIES (VÖ: 4.4.)
Mette Juul, 1975 geboren, begann schon damit, sich eigene Songs auszudenken, noch bevor sie überhaupt Noten lesen konnte. Mit 26 schrieb sich die Autodidaktin dann am Kopenhagener Konservatorium ein, bekam 2007 beim Jazzfestival von Tallinn den Preis als beste Nachwuchssängerin zugesprochen, lancierte ´09 ihr Debütalbum und konnte ´15 einen Vertrag bei Universal abschließen. Seither schaltet die Dänin munter zwischen Jazzigem, Klassikern des American Songbooks, brasilianisch angehauchtem und Folk hin und her. Die Texte ihres aktuellen Longplayers fokussieren sich aufs Leben in der heutigen Welt, hinterfragen die eigenen Unzulänglichkeiten – poetische Klangminiaturen zum Entspannen.


DJ Koze: MUSIC CAN HEAR US (VÖ: 4.4.)
Stefan Kozalla, 1972 in Flensburg geboren und dort aufgewachsen, lernt Cosmic DJ und den schrecklichen Sven kennen, mit denen er unterm Alias DJ Koze die HipHop-Combo TBC-Attack gründet, um dann nach Hamburg umzuziehen. In der Großstadt mischt Kozalla unter wechselndem Künstlernamen in den unterschiedlichsten Formationen mit, etabliert sich als deutscher Techno-Tausendsassa, der uns mit „Music can hear us“ nach eigenem Bekunden einen 65-minütigen Trip in den Weltraum und zurück serviert. Von Vorteil dabei, dass man sich als Hörer nicht den Mühen unterziehen müsste, die einem eine Reise ins All abverlangt – es reicht völlig, den Longplayer aufzulegen, die Augen zu schließen. Los geht´s.

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