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MoX Soundcheck KW5116.12.2025











Texte: Horst E. Wegener


Peter Thomas Sound Orchester: DER KOMMISSAR/SOUL POWER (VÖ: 5.12.)
Gut möglich, dass der Name Peter Thomas selbst unter Cineasten nur ausgewiesenen Spezialisten viel sagt. Gleichwohl war es in Nachkriegsdeutschland schier unmöglich, den Melodien dieses workoholic-Soundtüftlers zu entgehen: Denn der Filmmusikkomponist hat ab den 1960er Jahren hunderte von Filmen und TV-Produktionen mit seinen musikalischen Einfällen versorgt. Vor allem seine spacigen Easy-Listening-Klangcollagen zur Kultserie „Raumpatrouille Orion“ machten den 1925 in Breslau geborenen und in Berlin aufgewachsenen Jazzliebhaber Thomas so reich, dass er sich Villen in Lugano, Kitzbühel und St. Tropez leisten konnte. Da Mister Cool sämtliche Kompositionen zu seinen mehr als 600 Filmen bereits sehr früh digital abspeicherte, ist´s dem Sohn des 2020 Verstorbenen Verpflichtung und Ehre zugleich, das künstlerische Erbe des Herrn Papa zu pflegen, indem er sogenannte Library Records veröffentlicht. Die neuesten Veröffentlichungen bündeln zum einen Thomas´ musikalische Einfälle zu TV-Serienhits wie „Der Kommissar“, „Derrick“ oder „Der Alte“ und machen zum anderen ein Wiederhören mit dem Debüt der blutjungen Donna Summer wahr, die auf der Soul Power West Germany-Compilation mit „Black Power“ vertreten ist.


Arco Sinfónica: MOVIE SINFÓNICA (VÖ: 5.12.)
Wann immer wir uns “Movie Sinfónica“ auflegen und anhören, ist die Assoziation zu einem orchestralen Filmsoundtrack durchaus naheliegend. Doch die elf Stücke des Albums, ersonnen von der Komponistin Julia Diederich und den Kollegen Christoph König, Heiko Gottberg nebst Matthias Anton und alsdann eingespielt mit dem GermanPops Orchestra, das durch zusätzliche Instrumentalisten und Chormitglieder verstärkt wurde, sind mitnichten für einen existierenden Film gedacht, sondern lösen nurmehr bildgewaltiges Kopfkino aus. Die „Weltmusik-Suite in 3-D“ mischt Jazz, Klassik und Pop mit Latin-Rhythmen und orientalischen Harmonien crossover-gemäß so lange, bis es in unseren Ohren eindeutig cinematisch klingt. Mission erfüllt!


Katie Melua: PIECE BY PIECE – 20th ANNIVERSARY (VÖ: 5.12.)
Zwanzig Jahre sind vergangen, seit „Piece by Piece“ Katie Melua den internationalen Durchbruch bescherte – als gerade mal zweites Album der georgisch-russisch-britischen Nachwuchs-Musikerin. Und mit dem Mega-Hit „Nine Million Bicycles“ sowie grandios interpretierten Cover-Versionen à la „Just like Heaven“ von The Cure ging es mit der Karriere der nie auf ein einziges Genre festgelegten Sängerin weiter steil nach oben. Egal ob Jazz, Blues, Folk, Rock oder Pop – die Melua bleibt mit Freude Album für Album chamäleonesk unberechenbar. Unter anderem ist´s wohl diese Wandelbarkeit, die ihr über die Jahre sagenhafte 56 Platinauszeichnungen einbrachte. Zum derzeit anstehenden „Piece by Piece“-Jubiläum überrascht die Crossover-Koryphäe ihre Fans in aller Welt jetzt nicht einfach nur mit einer Neuauflage des Sensations-Longplayers. Die Original-Tapes wurden neu abgemischt und ergänzt durch Live-Aufnahmen sowie unveröffentlichte Demo-Tracks aus dem persönlichen Archiv der Sängerin.


Whoiswelanski: ME & MY LIFE (VÖ: 12.12.)
Die Frage danach, wer denn nun eigentlich dieser Bandnamensgeber Welanski sein mag, kommt allerspätestens auf, sobald es einem klar wurde, dass die Combo aus gerademal zwei Mitgliedern besteht, die Josef Pötzinger und Tobias Weber heißen. Gleichwohl hat man Tobi aus irgendwelchen Gründen den Spitznamen Werner verpasst – und nach ein paar Bieren mit der Clique im oberbayerischen Heimatkaff Miesbach hörte er fortan auf den erweiterten Spitznamen Werner Welanski. Als es dann um einen Bandnamen fürs Duo mit Josef ging, war man sich schnell einig. Die bislang produzierten Whoiswelanski-Songs entstanden alle in Tobis eigenem Studio, das er im Keller seines elterlichen Wohnhauses einrichten durfte – und der experimentierfreudige Indie-Synthpop mit melancholischen Krautrock-Einsprengseln klingt sowohl metropol-modern als auch nach mehr als einer zwei Mann-Besetzung.


Boy & Bear: TRIPPING OVER TIME (VÖ: 12.12.)
Gut, dass Sänger Dave Hosking anno 2009 das Ergebnis einer Session mit Bekannten dem australischen Online-Radiosender Triple J andiente, der den Song prompt zum Soundtrack der populären Nachwuchs-Schiene Unearthed erkor. Ihr Hit „The Storm“ ließ die fünf Musiker alsbald gemeinsame Sache machen, unterm Namen Boy & Bear die erste EP und ein Debütalbum einspielen. Letzteres bekam bei den australischen ARIA-Awards 2011 unter anderem die Auszeichnung „Album des Jahres“ verliehen. Und nach einer krankheitsbedingten Zwangspause ihres Frontmanns Hosking variiert das Down-under-Quintett aus Sydney gottlob wieder den mehrstimmig gesungenen an CSNY angelehnten Americana-Indie-Folk-Rock-Pop; da capo!

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