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„Kindheitsroman“ von Gerhard Henschel16.12.2025



Interview & Foto: Thea Drexhage

[font=Bembo]Der Autor schreibt mehr oder weniger autobiografisch. Die Hauptfigur heißt Martin Schlosser. Im ersten Band wird dessen Kindheit beschrieben. Es geht um den Alltag, was man erlebt, was man trinkt und isst, was man im Fernsehen schaut, wie die Fussballergebnisse sind und welchen Verein man unterstützt. Der Leser begleitet den Autor durch ein Jahr in seinem Leben. Er beschreibt seine Familie mit seiner kleineren und größeren Schwester sowie seinem Bruder. Er nimmt uns mit auf Ausflüge, mit in die Schule oder beschreibt die Feiertage. Der Autor ist 1962 geboren und in dieser Zeit siedelt sich auch der Kindheitsroman an. Die Geschichte ist zudem örtlich in unserer Region vernetzt. Er ist in Hannover geboren. Sein Vater hat beim Staat gearbeitet und musste daher nach Koblenz ziehen, weshalb die ersten Jahre dort geschehen. Später zieht er nach Meppen, verbringt dort seine Schulzeit und beginnt dort seinen Zivildienst. Er fängt an, in Bielefeld zu studieren, hat aber auch eine Oma in Jever, die in den Büchern total wichtig ist. Dort sind sie alle naselang und er beschreibt sehr schön, wie er seine Zeit mit seiner Oma erlebt hat. In einem der späteren Bände gibt es noch ein Highlight: Der Protagonist zieht nach Oldenburg, bezieht eine Wohnung ganz hier in der Nähe und erkundet ganz intensiv die Gegend. Wie auch in den anderen Städten beschreibt er seine Umgebung ganz genau und so kommt auch die erste Buchstabei in der Teichstraße darin vor.[/font][font=Bembo] [/font]
MoX: Was hat Ihnen besonders gut gefallen?
Michael Deblitz: Der Autor nutzt eine sehr lebendige und schöne Sprache mit tollen Wendungen und es ist zwischenzeitig total witzig, gerade in den ersten beiden Bänden. Bei mir sind beim Lesen ganz viele Dinge hochgekommen, die ich gar nicht mehr in Erinnerung hatte. Ich bin letztes Jahr 71 geworden – da denkt man viel zurück, das ist eben so. Dann freut man sich einfach, wenn man auf diesem Weg Kindheits-und Jugenderinnerungen neu beleben kann.
MoX: Wem würden Sie das Buch empfehlen?
Michael Deblitz: Das kann man allen Leuten empfehlen, die gern über ihr Leben nachdenken. Vielleicht muss man dafür schon dreißig oder älter sein. Vielleicht macht es auch Leuten mehr Spaß, wenn sie hier in der Region aufgewachsen sind. Es ist auf jeden Fall toll für Menschen, die durch Lektüre eigene Erinnerungen anstoßen möchten.
MoX: Wie haben Sie das Buch gelesen?
Michael Deblitz: Natürlich in gedruckter Form. So lese ich Bücher immer. Ein guter alter Kunde hat irgendwann diese Reihe von Büchern bei mir angeschleppt und meinte er bräuchte Platz. Gleichzeitig hat er mir die Bücher sehr ans Herz gelegt. Dadurch, dass alles sehr episodenhaft geschrieben ist, musste ich mich erst an den Stil gewöhnen und habe ein paar Anläufe gebraucht, aber letztendlich haben sie mich doch gekriegt.

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