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Was gibt’s eigentlich für die jungen Leute.....im KIEK-IN?23.09.2026







Text & Foto: Thea Drexhage

Leiterin ist Sonderpädagogin Katharina Martens, die das Haus besonders für die Offenheit schätzt: „Für mich persönlich ist das hier ein sehr herzlicher, bunter und offener Ort, an dem jede Person willkommen und gewollt ist. Wo jede Person so sein kann, wie sie ist. Ich kann mich hier auch selbst verwirklichen und meine eigenen Hobbys mitbringen.“ Neben Katharina Martens arbeiten im KIEK-IN noch 3 pädagogische Mitarbeitende auf geringfügiger Basis sowie eine Projektkoordinatorin für ein Tanzprojekt, das von der Aktion Mensch gefördert wird. Auch Ehrenamtliche sind ein wichtiger Bestandteil der Arbeit vor Ort. So gibt es die Gruppe „Die Unternehmer“, die von einem Ehrenamtlichen geleitet wird, welcher selbst mit einer Beeinträchtigung lebt und mittlerweile seit 45 Jahren im KIEK-IN aktiv ist. In der Gruppe geht es jedoch nicht um Betriebswirtschaft, sondern um Ausflüge in und um die City - von Pommesbude bis Kramermarkt ist alles dabei. Der Sinn ist es rauszugehen, teilzuhaben und sichtbar zu sein. Ein Angebot für Menschen mit Behinderung zu schaffen, unterscheiden sich die Herausforderungen des Teams natürlich von denen anderer Freizeitstätten. Obwohl durch gute Inklusionsprojekte die Lebenswelt der jungen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gar nicht mehr soweit auseinander liegen, sind die individuellen Bedürfnisse trotzdem andere. Weshalb, wie in fast allen pädagogischen Einrichtungen, mehr Mittel für ein größeres Team wünschenswert wären. Bei KIEK-IN schauen unter der Woche 5 bis 10 Personen am Tag vorbei, am Wochenende einige mehr. Es gibt Mädchengruppen, offene Treffen für Personen Ü18, Kochabende, Tages- und Wochenendausflüge und viel Zeit und Möglichkeiten zur kreativen Entfaltung. Das sieht man
Die Räume sind groß und offen und besonders die geräumige Küche, die sich auf ganz verschiedene Bedürfnisse anpassen lässt, ist ein echtes Highlight. Eine ganz besondere Veranstaltung ist auch die monatliche Freak Out Disco, die in der Buddel Bar direkt um die Ecke stattfindet. „Da sollte jeder unbedingt mal hingehen. Es legen ehrenamtliche DJs auf und es ist ein Abend mit toller, offener Stimmung. Es ist ganz egal, ob man tanzen kann oder nicht!“, schwärmt Martens. Spaß ist ein wichtiger Faktor, denn meist ist das Leben ernst genug. Während viele junge Menschen unter den gesellschaftlichen und politischen Umständen leiden, spielen diese bei KIEK-IN nochmal eine ganz andere Rolle. Ängste davor, ob man die persönliche Assistenz oder die Wohnung, die ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen, behalten könne. Gerade in Anbetracht des Erstarken der politischen Rechten in Europa, rücken solche Fragen immer wieder in den Vordergrund. Das Team vom KIEK-IN verhält sich überparteilich, macht es sich aber bei Wahlen immer wieder zur Aufgabe, über Abläufe und Prozesse zu informieren. Wie in anderen Einrichtungen spielt auch hier die Medienkompetenz eine wichtige Rolle. „Das fragen Jugendliche und junge Erwachsene auch gezielt nach. Wir sind daher nun auch seit ein paar Jahren auf Instagram, damit wir bei den Jugendlichen bleiben können und schauen, was in deren Leben passiert. Die Themen Mobbing und Depression werden bei uns kaum thematisiert. Viele unserer BesucherInnen haben ebenfalls eine persönliche Assistenz, sodass dort mehr Möglichkeiten gegeben sind, solche Themen zu bearbeiten. Dennoch haben wir selbstverständlich immer ein offenes Ohr und stehen unseren Besuchenden immer beratend zur Seite“, so Katharina Martens. Im KIEK-IN werden neben schönen Freizeitaktivitäten auch ganz verschiedene Themen aufgegriffen, die die Besuchenden beschäftigen. So gibt es beispielsweise auch eine Trauergruppe, zu der jede Person willkommen ist. Generell werden im KIEK-IN die Wochenabläufe in Absprache mit den Gästen geplant, um eine transparente Struktur für alle zu schaffen. Gerne sind weitere Ehrenamtliche gesehen, die sich vielleicht mit eigenen Hobbys und Expertisen einbringen möchten, um das Angebot stetig zu erweitern. schon beim betreten der hellen Räumlichkeiten. Überall hängen kleine und große Kunstwerke an den Wänden.

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